Firmenphilosophie - Unter dieser Rubrik finden Sie üblicherweise die in Qualitäts­normen etc. geforderte und an gewisse Inhalte gebundene Unternehmenspolitik. Doch was einen potentiellen Auftraggeber wirklich interessiert, ist in den oft markigen Aufzählungen nicht immer enthalten. Unsere Sicht der Dinge können Sie vielleicht besser aus dem mit einem „imaginären Kunden" und unserer Geschäftsleitung geführten Interview entnehmen...

Imaginärer Kunde: „Herr Hattler, warum soll ich meine Aufträge gerade in Ihrem Unternehmen platzieren?"

metallveredlung geschaeftsfuehrerKurt HattlerKurt Hattler: „Damit unsere Fertigung ausgelastet ist? - Spaß beiseite, diese Frage ist berechtigt. Wir verfügen über überdurchschnittlich viele der galvanotechnischen Verfahren, die zudem fast alle in verschiedenen Be­schichtungstechniken, also Trommel, Gestell, Korb etc., angeboten werden. Vor- und nachgelagerte Verfahren wie das Strahlen, Gelbbrennen von Bunt­metallen oder auch die Lackierung mit Schutzlacken ergänzen das Angebot. Gepaart mit unserer jahrzehnte­langen Er­fahrung auf dem Gebiet der Oberflächentechnik und den in dieser Zeit gewonnenen Erkenntnissen glauben wir, viele an uns herangetragene Auf­gaben­stellungen fachlich einwandfrei lösen zu können."

Imaginärer Kunde: „Was bewerten Sie als die größte Stärke Ihres Unternehmens?"

Kurt Hattler: „Ich werde Ihnen jetzt nichts von Flexibilität, Termintreue usw. erzählen. Dies sind für mich recht selbstverständliche Dinge, die Sie erst bei einer Zusammen­arbeit wirklich beurteilen können. Ich verweise Sie hierzu auch auf die Ergebnisse aus unseren regel­mäßigen Fragebogenaktionen. Nein, die wirkliche Stärke sind für mich meine Mitarbeiter. Ohne sie wäre trotz aller noch so tollen Maschinen und Computer ein Fertigungsniveau, wie ich es mir vorstelle, nicht möglich. Meine Mitarbeiter sind die Quelle guter Ideen und deren praktischer Umsetzung - aus diesem Grund „hege und pflege" ich sie auch."

metallveredelung produktionsleitungMarc Maiworm und Kurt Hattler (v.l.)Imaginärer Kunde: „Wie darf ich das verstehen?"

Kurt Hattler: „Wir praktizieren hier den kooperativen Führungsstil. Mitarbeiter werden ausdrücklich aufge­muntert, bei der täglichen Arbeit Ideen und Vorschläge
zu unterbreiten. Sie werden in Ge­spräche integriert und in der Entscheidungsfindung, z. B. dem Herstellprozess, zu betrieblichen Abläufen etc. eingebunden. Aller­dings gibt es auch irgendwann einen Punkt an dem ver­bindlich fest­gelegt wird. Hier erwarte ich dann die Unter­stützung meiner Mitarbeiter auch dann, wenn sie persönlich anders ge­handelt hätten. Im Grunde ist das Zusammen­sein bei uns ein Geben und Nehmen. Bringt der Mitarbeiter sich ein, so unter­stütze ich seine Interessen auch über das Finanzielle hinaus - durch Nutzung von Betriebsmitteln zu privaten Zwecken, Betriebsausflüge, Weiterbildungskurse u. v. m."

Imaginärer Kunde: „Herr Hattler, wie sehen Sie Ihr Unternehmen im Vergleich zum Wettbewerb?"

Kurt Hattler: „Tja, andere Unternehmen können auch galvanisieren und ich weiß das. Also gilt es, den berühmten Schritt voraus zu sein oder etwas anzubieten was sonst nicht oder nur selten zu bekommen ist. Wir haben uns auf die Fertigung von mittleren und kleinen Serien­größen spezialisiert, mitunter fertigen wir gar Einzelteile im Labor. Wir möchten dem Kunden Lösungen zu oberflächentechnischen Fragestellungen präsentieren. Aber auch die Fertigung von Massenteilen in hoher Stückzahl scheuen wir natürlich nicht. Jedoch betreiben wir hier kein Preisdumping, denn die gewünschte Qualität soll in unserem Haus langfristig und insbesondere reproduzierbar erbracht werden. Dieses zu einem fairen Preis, den sowohl Kunde als auch Lieferant akzeptieren können, ist, so denke ich, eine sinnvolle unternehmerische Entscheidung."

Imaginärer Kunde: „Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesteckt?"Kurt HattlerKurt Hattler

Kurt Hattler: „Unser primäres Ziel ist das Bewah­ren des bereits Erreichten! Es wird nicht jedes Jahr möglich sein, noch einmal die berühmte Schippe drauf zu legen, weswegen wir das Halten eines hohen Niveaus als erstrebenswertes Ziel betrachten. Das schließt aber Wachstum, nicht nur im Hinblick auf Umsatzsteigerungen, nicht aus! Vergrößern und damit unsere Marktposition noch weiter festigen möchten wir uns in kleinen, aber stetigen Schritten. Das Wachstum soll nach­haltig sein und meine Mitarbeiter sollen mit den Veränderungen Schritt halten können. Wir beobachten den Markt und seine Neuentwicklungen durch qualifizierte Fortbildungen, Literaturrecherche usw., springen aber nicht auf jeden neuen Zug sofort auf. Die Vergangenheit hat gezeigt, daß dies nicht immer zweckdienlich ist, da Nachteile neuer Technologien auch erst verspätet auftreten können. Weitere Ziele stellen kleine, aber in der Summe eine große Wirkung erzeugende Maßnahmen dar, die in verschiedensten Unternehmensbereichen umgesetzt werden sollen. Ich blicke hier mit Spannung in die Zukunft!“

Imaginärer Kunde: „Herr Hattler, vielen Dank, daß Sie uns Einblick in Ihre Art der Unternehmensführung gegeben haben. Die praktische Zusammenarbeit wird entscheiden, inwieweit Sie Ihre Vorgaben umsetzen konnten.“